Lynn Pook
À Fleur de Peau : audio-taktile Installation für einen Körper
Installation, 10 - 15 MIN

Die bildende Künstlerin Lynn Pook wurde 1975 in Frankreich geboren und hat ihren Arbeits- und Lebensmittelpunkt in Berlin. Geprägt von einem tänzerischen Familienumfeld, steht der Mensch als agierender und empfindender Körper im Zentrum ihrer Arbeiten. Ihre Video- und Klanginstallationen schaffen sinnlich intime Situationen. Seit 2003 setzt sie sich mit der taktilen Dimension von Klang auseinander und entwickelt Installationen in denen der Körper des Besuchers über Lautsprecher mit fühlbaren Klängen bespielt wird. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Medien-, Tanz und Neue Musik Festivals in Europa, Montreal und Istanbul gezeigt.

Produktion

Und wenn die Haut Ohren hätte? Die Erfahrung eröffnet Ihnen ein komplexes audio-taktiles Wahrnehmungsfeld, daß sich kaum in Worte fassen lässt und sich der visuellen Wahrnehmung entzieht. Mit Hilfe eines direkt am Körper verteilten 16-Kanal Lautsprechersystems werden Klänge und ihre Vibrationen spürbar. So entsteht am und im Körper des Empfängers eine sich wandelnde Klangskulptur. Die elektronischen Klänge wandern am Körper von Lautsprecher zu Lautsprecher und werden nur durch die Knochenleitung zum Ohr übertragen und so hörbar. Durch die mechanisch erfahrbaren Vibrationen an der Hautoberfläche und dem Eindringen der Schallwellen in den Körper, wird Ihre Aufmerksamkeit auf den selten von Ihnen beobachteten Innenraum gelenkt.
Produktion: Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

Konzept

Die gedankliche Auseinandersetzung, aus der die audio-taktilen Klanginstallationen entstehen, resultiert aus der kritischen Beobachtung des Verhaltens des Individuums in zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb einer Gesellschaft in der das Bild, die Telekommunikation und der Computer eine zunehmend wichtige Rolle einnehmen, die einher geht mit der Vernachlässigung von wirklichen, physischen Begegnungen. Lynn Pook stellt in ihrer Arbeit die Dominanz der visuellen Wahrnehmung in Frage und versucht dabei besonders den Tastsinn des Betrachters als neues kreatives Feld zu erforschen. Damit dringt sie in die Intimsphäre des Betrachters ein, der zum Raum des Geschehens wird und definiert so das Verhältnis zwischen Betrachter und Werk neu.The visual artist Lynn Pook, born 1975 in France, is based in Berlin. Influenced by her family dance background, her work focuses on human beings as acting and feeling bodies. Her video and sound installations create sensuous and intimate situations. Since 2003, she has examined the tactile dimensions of sound and developed installations in which the bodies of the audience are affixed with speakers and tangible sounds. Her work has been shown in numerous media, dance and contemporary music festivals in Europe, Montreal and Istanbul.

Production

And what if the skin had ears? This experience will introduce you to a complex audio-tactile field of perception that is almost impossible to describe in words and eludes visual perception. With the help of a 16-canal speaker system directly attached to various parts of the body, sounds and their vibrations become tangible. A walking sound sculpture develops on and in the body of the recipient. The electronic sounds wander along the body from speaker to speaker and are only transferred through bone conduction to the ears, thereby becoming audible. Through the mechanically sensed vibrations on the skin's surface and the penetration of the sound waves into the body, attention is re-directed to the rarely observed interior space.
Production: Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

Concept

The theoretical discussion, out of which these audio-tactile installations developed, is the result of the critical observation of individual behavior in interpersonal relationships in a society in which the image, telecommunication and the computer play an increasingly important role. This situation often brings with it the neglect of real, physical encounters. In her work Lynn Pook questions the dominance of visual perception, specifically examining therein the viewer's sense of touch as a new creative field. In doing so she intrudes into the privacy of the viewer who has become the realm of the action, redefining the relationship of viewer and artwork.

Foto: Lynn Pook


>> www.lynnpook.de



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