_ Grusswort des Senators für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Berlin
im Katalog zur "Tanznacht Berlin".
Wenn sich die Tanzfabrik Berlin und das Theater am Halleschen Ufer - zwei renommierte Veranstalter des Berliner Zeitgenössischen Tanzes - zusammentun, um an einem Ort wie der Akademie der Künste - die einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung und Entdeckung dieser Kunstform in Berlin geleistet hat - das aktuelle Spektrum des Berliner Tanzes zu präsentieren, dann zeichnet sich ein besonderes Ereignis ab. Erstmals in diesem Jahr findet dank dieser Kooperation die Tanznacht Berlin statt, die die Protagonisten des Tanzes, die Fachöffentlichkeit und nicht zuletzt das tanzinteressierte Berliner Publikum gleichermassen zusammentreffen lässt.
Tanz in Berlin, das ist mehr als ein lokales Ereignis. Denn in den letzten Jahren haben die Vertreter des Berliner Zeitgenössischen Tanzes in der Innen- wie der Aussenwahrnehmung grosse Aufmerksamkeit gewonnen. Das spiegelt sich in den zahlreichen auswärtigen Einladungen von Berliner Choreographinnen und Choreographen zu Gastspielen und Festivals ebenso wider, wie im Zuzug von Tanzschaffenden aus dem In- und Ausland in diese Stadt. Der Zeitgenössische Tanz ist zudem eine der Kunstsparten, die in den letzten Jahren ein grosses Publikumsinteresse in Berlin gewonnen haben und auch binden konnten.
Der vorliegende Katalog zur Tanznacht Berlin gibt einen eindrucksvollen Überblick über den Reichtum an Künstlerpersönlichkeiten, die heute das Bild des Zeitgenössischen Tanzes als Choreographinnen und Choreographen, Tänzerinnen und Tänzer in Berlin prägen. In fast 40 Einzeldarstellungen eröffnet sich die Gelegenheit, Näheres über die aktuellen Protagonisten des Zeitgenössischen Tanzes und ihre Arbeiten zu erfahren. Zählt der Tanz auch zu den flüchtigsten der Künste - dieser Katalog ist manifeste aktuelle Information, Überblick und Nachschlagewerk. Er ist auch eine Einladung an das interessierte Publikum, die anregt und neugierig macht. Auf die Begegnung mit den Künstlern und mit der - in diesem Katalog nur erahnbaren - Vielfalt an Inhalten, Ausdrucksformen und Bewegungsvokabular auf den Bühnen dieser Stadt.
Dr. Christoph Stölzl
Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Berlin