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Christoph Winkler
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_ Biographisches
Christoph Winkler, geb. in Torgau, wurde
als Jugendlicher mehrfacher Spartakiadesieger im Gewichtheben und Judo. Als Kampfsportler nahm er an mehreren Full-Contact-Turnieren teil. Zwischendurch begann er Break-Dance zu üben, machte sein Abitur und trat in eine Folkloregruppe ein. Von dort wurde er zur Staatlichen Ballettschule delegiert. Nach Beendigung des Studiums gründete er eine Girlgruppe, tanzte in verschiedenen Videoproduktionen für MTV und trat in den frühen Neunzigern in Berlin als Performer in diversen Underground-Technoclubs auf. Danach studierte er 4 Jahre Choreographie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin. Anschliessend verdiente er sein Geld nicht nur als Bodyguard, Hardcore-DJ, Partyveranstalter und auf dem Bau, sondern auch mit diversen Choreographien für Musical, Oper und Sprechtheater, entschied sich 1998 aber, als freischaffender Choreograph in Berlin zu arbeiten.
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_ Arbeitsansatz
"Die Aufgabe besteht vielleicht darin, eine Tanzsprache im Zeitalter ihrer Unmöglichkeit zu schaffen. Der Körper als letzter Fluchtpunkt - diese Schlacht ist längst geschlagen, die Prothesen und Handicaps allgegenwärtig. Das bedeutet nicht Kapitulation, sondern dass man das Irren im Fragmentarischen aushält. Kein
Körper sagt "Null", nicht nur die Haltung zählt, sondern es gilt, behutsam einen Tanz zu entwickeln, der auf diese Vielzahl von Phänomenen verweist und ihre Auswirkungen mit bedenkt."
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_ Aktuelle Produktion
Das Stück "The Wandering Problem" basiert auf der Auseinandersetzung mit dem als
"Wandering Problem" bezeichneten Phänomen der Psychiatrie. Der Begriff bezeichnet den unaufhörlichen Bewegungsdrang einer Gruppe von Demenzpatienten bei gleichzeitigem Verlust der Gefühls-und Innenwelten. Während die Erinnerung stirbt, wandeln sie unaufhörlich auf den immergleichen Pfaden, bis irgendwann auch die Bewegung erstirbt. Das Stück, als Solo konzipiert, versucht, ausgehend von diesem Phänomen Motive des "Zu Ende Kommens" zu formulieren und beschäftigt sich mit dem Moment vor dem Stillstand, der Zeitspanne kurz vor der Auslöschung aller Reste einer Persönlichkeit, die einmal deren Individualität bedeuteten.
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_ Künftige Produktionen
2001: "Fatal Attractions" - Neubearbeitung "Berst"
_ Repertoire
_ "The Wandering Problem" (2000), Solo (Tanz: Ingo Reulecke), 50 min, Minimum Bühne: 12 x 10 m
_ "F.A.Q." (2000), Solo (Tanz: Bettina Thiel), ca. 25 min, Minimum Bühne: 10 x 8 m
_ Links
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