Sasha Waltz

Schaubühne am Lehniner Platz


_ Biographisches

Sasha Waltz kam nach ihrer Ausbildung an der School For New Dance Development in Amsterdam 1993 als "Artist in residence" an das Künstlerhaus Bethanien nach Berlin. Dort entwickelte sie "Dialoge", ein interdisziplinäres Projekt mit Tänzern, Musikern und Bildenden Künstlern. Im gleichen Jahr gründete sie mit Jochen Sandig die Compagnie Sasha Waltz & Guests.
1993 -95 entstand die "Travelogue -Trilogie", die in der ganzen Welt gezeigt wurde.
1996 eröffnete sie das mit Jochen Sandig gegründete Theater "sophiensaele" mit dem Stück "Allee der Kosmonauten", das zum 34. Theatertreffen Berlin eingeladen und unter ihrer Leitung 1998 verfilmt wurde.
WeitereProduktionen: "Zweiland" (1997), "Na zemlje" (1998).

Seit Herbst 1999 bildet Sasha Waltz zusammen mit Thomas Ostermeier, Jens Hillje und Jochen Sandig die Künstlerische Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz.
Ihre erste Arbeit an der Schaubühne "Körper" (UA Jan. 2000) wurde ebenfalls zum Theatertreffen Berlin eingeladen.
Für den Film "Allee der Kosmonauten" wurde ihr 2000 der Grimme-Preis verliehen. Der Verband Deutscher Kritiker zeichnete sie mit dem Kritikerpreis aus.
_ Arbeitsansatz

Am Anfang eines neuen Stücks formuliert Sasha Waltz ein übergreifendes Thema, dem sie sich in einer intensiven Recherche und in ausgedehnten Improvisationsprojekten gemeinsam mit ihren Tänzern annähert. Räume und soziale Milieus spielen dabei eine grosse Rolle. Ihr Ziel ist immer, den Inhalt oder die Frage mittels der facettenreichen Sprache des menschlichen Körpers und der dynamischen Energie durch Bewegung zu transportieren und zu durchdringen. Sie verschmilzt den abstrakten, an die amerikanische Postmoderne anknüpfenden Tanz mit einem erzählerischen, szenischen "physical theater" (Körpertheater). Für jedes Stück sucht sie konsequent nach einer spezifischen formalen und ästhetischen Umsetzung. Die enge Zusammenarbeit mit Künstlern anderer Disziplinen - zeitgenössische Komponisten, Video- und Bildende Künstler, Architekten - ist existentiell für ihre Arbeit.



_ Aktuelle Produktion

In "Körper" "geht es allein um die sozialen Funktionen und die mutwilligen Zurichtungen des menschlichen Körpers." (H. Vollmer/Tokyo-Dance Magazin) "Wo die Angst vor dem Verlust der Integrität des Körpers und die Verletzbarkeit des Menschen zum Thema werden, da setzt Sasha Waltz auch auf seine Stärke und die Kraft zur Wandlung. Der Köper ist nicht nur Fakt, sondern auch Phantasma." (K.B. Müller / taz)
_ Künftige Produktionen

"S", November 2000
"Cour", Juni 2001


_ Repertoire

_ "Körper" (2000), 13 Tänzer, 90min.
_ "Na zemlje" (1998), 12 Tänzer, 80min.
_ "Zweiland" (1997) 7 Tänzer, 60min.
_ "Allee der Kosmonauten" (1996), 60min.

_ "Travelogue-Trilogie:
_ "All Ways Six Steps" (1995), 5 Tänzer, 60min.
_ "Tears Break Fast" (1994), 4 Tänzer, 60min.
_ "Twenty to Eight" (1993), 5 Tänzer, 60min.

_ Links

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