Tanzcompagnie Rubato

Jutta Hell, Dieter Baumann


_ Biographisches

Die Tanzcompagnie Rubato wurde 1985 von Jutta Hell und Dieter Baumann in Berlin gegründet. 1983 - 86 gemeinsame Studien in Paris (Decroux: mime corporel), London (R. von Laban: Bewegungslehre), Tokio (K. Ohno u. T. Tamura: Butoh) und New York. 1990 - 92 Zusammenarbeit mit Gerhard Bohner, der "SOS" für sie choreographiert. 1992 Förderpreis Darstellende Kunst der Akademie der Künste Berlin. 1995 Body-Mind-Centering bei B. Bainbridge Cohen, USA; Choreographie für die Guangdong Modern Dance Cie. in Guangzhou, China. 1998 Teilnahme am Int. Austauschprojekt REPÉRAGES in Lille (F) und Montréal (Can). 2000 Choreographie für das Modern Dance Turkey of State Opera & Ballet, Ankara. Die Tanzcompagnie Rubato hat bislang über 20 abendfüllende Stücke produziert und in den letzten Jahren im Theater am Halleschen Ufer zur Uraufführung gebracht. Gastspiele, Lehrtätigkeit und Gastchoreographien führten sie in viele west- und osteuropäische Länder, die USA, nach Kanada, Asien, Georgien, Kolumbien.
_ Arbeitsansatz

Jutta Hell und Dieter Baumann arbeiten kontinuierlich an der Erforschung dessen, was der Körper erzählen kann, untersuchen seine Kompetenz und Relevanz. Ihre Arbeit ist grundlegend geprägt von Genauigkeit, Reduktion und Formwillen sowie dem Changieren zwischen Abstraktion und Emotion. Die Auseinandersetzung mit philosophischen Diskursen gilt es, leiblich zu erfahren. Treibende Kraft ist die Überzeugung, dass es möglich ist, über den Körper ein geistiges Feld zu erschliessen.



_ Aktuelle Produktion

"hunting" ist ein Geflecht von Begegnungen, in dem unterschiedliche emotionale, physische und räumliche Zustände aufeinandertreffen und eigene kleine Kraftfelder erzeugen. Es sind Begegnungen wie im normalen Leben: man isoliert sich, verschmilzt, setzt Kontrapunkte, findet sich im Kollektiv, rebelliert, sucht die Banalität. Es geht um das Aufspüren der Qualitäten und Ebenen, die sich ganz pur aus Bewegungsmaterial mit einfachen Bewegungsformen generieren lassen. Die Tänzer bringen durch ihre physische Präsenz in der Aktion, in der Stille dieses Material zum Sprechen. Die Choreographie wird lesbar als ein frei interpretierbarer "Text".
_ Künftige Produktionen

2001: neues Duett und Gastchoreographie II für Modern Dance Turkey, Ankara
2001 / 02: Recherchen in 3-4 workgroups mit versch. Teilnehmern; Showings. 2002 Gruppenstück auf der Basis der workgroups.


_ Repertoire

_ "hunting" (2000), 5 Tänzer, 60 min., Minimum Bühne: 12 x 12 m
_ "Bewegung für Bewegung 2" (2000 / 1994), Duett, 60 min., Minimum Bühne: 12 x 10 m
_ "Kiss me here (the brutality of facts)" (1999), 3 Tänzer, 1 Sänger, 70 min., Minimum Bühne: 10 x 10 m
_ "This is not a Lovesong" (1998), Duett, 60 min., Minimum Bühne: 10 x 10 m
_ "SOS" (1991), Chor. Gerhard Bohner, Duett, 60 min., Raum: eine 16 m lange Wand muss aufgebaut werden können

_ Links

Theater am Halleschen Ufer