Riki von Falken


_ Biographisches

Riki von Falken arbeitet seit 1981 als Tänzerin und Choreographin in Berlin; sie war Mitglied der Compagnie der Tanzfabrik und unterrichtet an verschiedenen Schulen modernen Tanz. Durch Stipendienaufenthalte in New York kam sie mit den Arbeiten von Merce Cunningham, Trisha Brown, Jennifer Muller und Stephen Petronio in Kontakt, die ihr entscheidende Impulse gaben. 1990 begann sie ihre solistische Arbeit mit "Die Haarausbreitende No. 2" im Kammermusiksaal der Philharmonie; 1991 folgte der "Viereckige Stier" in der Akademie der Künste. "Ohrella", 1992 im Hebbel-Theater uraufgeführt, wurde nach Budapest, Prag, London, Montreal und Burlington eingeladen. 1994 zeigte sie "Lavandina", ihre erste Arbeit mit Musikern, die sie 1996 in "Barreres" im Hebbel-Theater fortsetzte. Im März 2000 erschien "White Linen" im Theater am Halleschen Ufer.
_ Arbeitsansatz

In ihrer Bewegungssprache verbindet Riki von Falken ein sinnliches Berührtsein vom Bild- und Objekthaften mit inneren Konflikten. Ihre früheren Arbeiten waren entscheidend geprägt von der Beschäftigung mit Bildender Kunst und Architektur, so auch in "Barreres", wo die Barrera zur Metapher für den Umgang mit persönlichen Barrieren wird. "White Linen" hebt sich dagegen durch die Verarbeitung der einzigartigen Erfahrung einer überbeanspruchten Wahrnehmung ab. Die Innerlichkeit des Stückes ist radikal und spürbar ist die Auseinandersetzung mit Leben und Tod; dennoch ist dem Stück alles Privatistische fremd. Es geht um Diagonalen und Geraden, die in den Raum gezeichnet werden, mit einer Klarheit und Entschiedenheit und doch zugleich einer Fragilität, die die Bewegung schon im ersten Moment der Ausführung als etwas Schwebendes, Gefährdetes erscheinen lässt" (Michaela Schlagenwerth)



_ Aktuelle Produktion

"White Linen" Ein Solotanz
Den Ausgangspunkt des Stückes bildet die Betreuung von A. über 180 Tage auf einer Krankenstation. Riki von Falken entwickelt auf der Bühne die Erinnerung an den Stillstand und das gleichzeitige Fortschreiten von Zeit und Gedanken: vom Tanz der Hände zum Aufbruch des Körpers zur Kommunikation.
_ Künftige Produktionen

Neue Produktion Herbst 2001. Schwerpunkt 2000/2001: Gastspiele mit "White Linen"

_ Repertoire

_ "White Linen" (2000), Solo, 45 min, Minimum Bühne: 12 x 10 m, weisser Tanzteppich, Kabinett.

_ Links

Theater am Halleschen Ufer