Jo Fabian
Department


_ Biographisches

Nach diversen Engagements als Schauspieler und ersten eigenen Inszenierungen an DDR-Stadttheatern ist Jo Fabian seit 1987 freier Regisseur und Choreograph. Mit Inszenierungen in Leipzig und an der Bauhaus-Bühne in Dessau begründete er seinen Ruf als Regisseur seines ungewöhnlichen "Theaters der bewegten Architektur", das die Genregrenzen von Schauspiel, Tanz, Performance, Konzert und Installation konsequent sprengt. 1994 gründete er die Department Theater GmbH. 1999 wurde Jo Fabian für seine Arbeit als Regisseur und Choreograph der "3. Deutsche Produzentenpreis für Choreographie" verliehen.
_ Arbeitsansatz

Jo Fabians genreübergreifende Inszenierungen zeichnen sich durch hochartifizielle Ästhetik und überbordende Bildersprache aus. Er inszeniert Tanztheater als Gesamtkunstwerk. Der Kontext von Bildern, Zeichen, Texten, Klängen und Bewegungen wird für jede Produktion neu definiert. Fabians Methode balanciert zwischen intellektueller Durchdringung und elementarer szenischer Aktion. Mit "Blown Away" (1999 uraufgeführt im Theater am Halleschen Ufer) begann die Entwicklung einer neuen Bewegungssprache, basierend auf dem Regelsystem der Schrift: das Alphasystem. Ziel dieses fortlaufenden Projektes ist die Umsetzung von Texten in Körpersprache. Damit entsteht die Möglichkeit, auch kompliziertere inhaltliche Strukturen mit dem Tanz zu verbinden. Die Tänzer werden mit dem Körper schreiben können und die Zuschauer lernen erneut lesen.



_ Aktuelle Produktion

"LIGHTHOUSE. [alphasystem 04]" beschäftigt sich mit der Wirklichkeit von Abbildern. Es wird etwas sichtbar gemacht, was uns selbstverständlich erscheint und daher zu wenig Beachtung findet, um in das Bewusstsein des Betrachters gerückt zu werden: die Schatten der Figuren, die ins Licht hinein (oder aus dem Video heraus-) treten. Zweifelsohne ist der Schatten einer Tänzerin auf der Bühne genauso wirklich wie ihr Körper - ist es aber auch seine Projektion? Oder ist der Schatten für uns letztlich ein Bestandteil der Kunst bzw. "nur" ein mehr oder weniger unliebsames Nebenprodukt des Lichts? Wie schon in "Blown Away" arbeiten Jo Fabians Tänzerinnen auch hier wieder mit der von ihm entwickelten Methode DAS ALPHASYSTEM.
_ Künftige Produktionen

"The Dark Side of Time" 2001

_ Repertoire

_ "Lighthouse" (2000), 4 Tänzerinnen, 1 Darsteller, 1 Musiker, 75 min., Minimum Bühne: 12 x 12 m
_ "Steinberg" (2000), 4 Schauspieler, 5 Musiker (Rockband), 120 min., Minimum Bühne: 12 x 12 m
_ "Blown Away" (1999), 4 Tänzerinnen, 1 Darsteller, 1 Musiker, Minimum Bühne: 16 x 14 m
_ "Die Krähe" (1998), 1 Sängerin, 1 Tänzer, 4 Musiker, 60 min., Minimum Bühne: 12 x 14 m
_ "Fast Feet" (1998), 1 Tänzerin, 1 Musiker, 12 min., Minimum Bühne: 3 x 5 m
_ "Alzheimer Light" (1996), 7 Darsteller, 1 Musiker, 90 min, Minimum Bühne: 12 x 12 m

_ Links

www.jofabian.de